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Professor Dr. Alexander Lytschak, Mathematisches Institut (12.06.2015)

Von Euklid und Dido bis Plateau und Alexandrov

Euklidische Geometrie diente 2000 Jahre lang als Schule des logischen Denkens, als Musterbeispiel einer wissenschaftlichen Theorie und als das einzig wahre Modell unserer Welt. Spätestens Einstein relativierte den alleinigen Anspruch der Euklidischen Geometrie, indem er die Existenz der Krümmung im Universum vorhersagte. Die Krümmung, seit Gauß ein zentrales Konzept der Geometrie, beschreibt die Abweichung von dem Euklidischen „nicht-gekrümmten“ Raum.

In der Vorlesung werde ich verschiedene Zugänge zum Krümmungsbegriff erläutern und eine Verbindung mit dem isoperimetrischen Problem beschreiben, das die phönizische Prinzessin Dido als Erste löste.